Kleine Geschichte unserer Heimatstube


Nach Erzählungen älterer Dorfbewohner ist in den Kellerräumen der damaligen Volksschule, heute Kindergarten, bereits vor und während des zweiten Weltkrieges ein Kindergarten betrieben worden.

In der Nachkriegszeit waren die Räume Wohnung eines älteren, aus den Ostgebieten geflohenen Ehepaares mit einem Mädchen, welches sie wohl auf der Flucht angenommen hatten. Eine Besonderheit war das abendliche Ausklopfen im Herbst gesammelter Ähren. Die Körner wurden in einer Kaffeemühle gemahlen und daraus Brei gekocht. Das Ehepaar ist später nach Paderborn gezogen, die angenommene Tochter hat eine Ausbildung als Krankenschwester gemacht. Danach verlieren sich die Spuren.
Zeitgleich waren in den Wohnungen des ersten und zweiten Stocks noch mindestens vier oder fünf weitere Wohnungen eingerichtet. Dabei auch zwei Dienstwohnungen von Lehrern der Volksschule.

In der Folgezeit dienten die Räume als Sportkeller der Volksschule. Ausgestattet mit einer Art Barren und einem „Kasten“ wurde er aber im Wesentlichen für freie Spiele, insbesondere Sitzfußball, genutzt. Dieses hatte auch den Vorteil, dass der Boden anschließend blank war …..

Zwischenzeitlich dienten die Räume während des Nato-Manövers „Rösselsprung“ 1969 der Unterbringung einer Fallschirmjägertruppe.

Nachdem die Helmerner Grundschule aufgelöst worden war und die Kinder nach Haaren fahren mussten, hatte der Keller verschiedenen Zwecken gedient:

  • Asyl für „Spätheimkehrer“, wenn man zuhause keinen Einlass mehr fand (Zugang über halb offene Kellerfenster war möglich);
  • Übernachtungsplatz für einen Junggesellen, der mit seiner Familie verkracht war;
  • Planungsbüro für die Bauleitung der Kanalisierung und später eines in unmittelbarer Nähe errichteten Hauses;
  • Jugendkeller mit einer  Ausstattung aus gebrauchten Sofas;

In den späteren Jahren hat sich der Heimat- und Verkehrsverein Helmern e.V. der Räume angenommen und hergerichtet. Unter der Regie von Franz Joseph Simon und Jürgen Drabe wurden die Räume renoviert und mit einer Ausstattung der Westheimer Brauerei zur heutigen Heimatstube umgestaltet.
Hier fand auch die denkwürdige Versammlung statt, bei der die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses beschlossen wurde, mit zahlreichen Mitarbeits-Versprechen, die selten eingehalten worden sind.

Seit April 2019 gehören die aktiven Besucher der Heimatstube zu den Unterstützern des „Geseker Kronkorken Vereins“.

 

Seit 2000 gehören zur Heimatstube folgende Räumlichkeiten:

  • Versammlungsraum (7 Tische und Bestuhlung für mindestens 50 Personen)
  • Küche/Vorratsraum (3 Kühlschränke, Warmwasseranschluss, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Teekocher usw.)
  • 3 separate Toiletten
  • Werkstatt/Lagerraum
  • 2 Garagen/Abstellräume
  • abschließbare Bekanntmachungstafel am Eingang

Am 28.01.2019 wurde der Versammlungsraum unter Mitwirkung von Wolfgang D., Martin F., Wendelin D., Franz-Joseph V. und Jürgen S. umgestaltet und den aktuellen Anforderungen angepasst.

Diese kurze Abhandlung soll keinesfalls eine endgültige Geschichtsschreibung sein, sondern fordert sämtliche Leser auf, Ergänzungen, Korrekturen und eventuell erhaltenswerte Anekdoten an den Heimatverein weiterzuleiten!!!

Ergänzungen bitte an J. Schreiber oder H. Stieren!!!

Kleine Geschichte unserer Heimatstube